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Aktuell:

PRESSEMITTEILUNG

Über 5.000 Menschen schlagen „Atom-Alarm“ in 60 Bundestags-Wahlkreisen

Bürger fordern Bundestagsabgeordnete von CDU/CSU und FDP lautstark auf, am Atomausstieg festzuhalten / „Abgeordneten fallen längere Laufzeiten daheim in ihren Wahlkreisen auf die Füße“ / Appell von über 150.000 Bürgern übergeben

Berlin, 26.07.2010. Insgesamt mehr als 5.000 Menschen haben vor den Wahlkreisbüros von 60 Bundestagsabgeordneten mit Tröten, Pfeifen und Trommeln gegen längere Laufzeiten für Atomkraftwerke demonstriert. Mit der Aktion unter dem Motto „Atom-Alarm“ wurden die Abgeordneten von CDU/CSU und FDP aufgefordert, sich bei Bundeskanzlerin Merkel für einen Verzicht auf längere Laufzeiten einzusetzen. Etliche Abgeordnete diskutierten mit den Demonstranten über die atompolitischen Pläne der Bundesregierung. Zu den Aktionen aufgerufen hat das Kampagnennetzwerk Campact.

Die Atomkraftgegner übergaben den Abgeordneten die Erklärung „Atomkraft abschalten“, die bereits von über 150.000 Bürgerinnen und Bürgern unterzeichnet wurde. Darin wird die schwarz-gelbe Bundesregierung aufgefordert, nicht am Atomausstieg zu rütteln (www.atomkraft-abschalten.de).

„Mit den Aktionen wollen wir den Abgeordneten deutlich machen, dass Ihnen das Thema Atomkraft in ihrem Wahlkreis auf die Füße fällt, wenn sie die Bundesregierung nicht von ihrem unverantwortlichen Pro-Atom-Kurs abbringen“, sagte Campact-Geschäftsführer Christoph Bautz. „Die Menschen im Lande wollen keine längeren Laufzeiten für die alternden Atomkraftwerke, sondern endlich aus der Risikotechnologie Atomkraft aussteigen.“

Die Aktionen vor den Wahlkreisbüros waren der Auftakt zu einer Reihe von Aktionen, mit denen das Kampagnennetzwerk Campact den „Atompolitikern“ einen „heißen Sommer“ in ihren Wahlkreisen bereiten will.

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    Pressekontakt:

    Christoph Bautz, Geschäftsführer von Campact e.V., mobil 0163 . 59 575 93

    Yves Venedey, Pressesprecher von Campact e.V. , mobil 01512 6846893

    presse@campact.de, www.campact.de


PRESSEMITTEILUNG

„Heißer Sommer“ für Atompolitiker

In 55 Wahlkreisen schlagen Bürger am Montag "Atomalarm" / Protest gegen längere Laufzeiten für Atomkraftwerke / Bereits über 18.000 Protest-Emails an Abgeordnete verschickt

Berlin, 22.07.2010. Am kommenden Montag, den 26. Juli schlagen Bürger/innen in über 55 Bundestagswahlkreisen vor Wahlkreisbüros und Kreisgeschäftsstellen von Union und FDP mit Tröten, Pfeifen und Trommeln „Atom-Alarm“. Mit der Aktion fordern sie die Bundestagsabgeordneten der Regierungskoalition auf, nicht am Atomausstieg zu rütteln und sich für eine konsequente Wende zu erneuerbaren Energien einzusetzen. Die Aktion ist Auftakt zu einer ganzen Reihe von Aktionen in den Wahlkreisen, mit denen die Atomkraftgegner den Parlamentariern einen „heißen Sommer“ bereiten wollen. Dazu aufgerufen hat das Kampagnennetzwerk Campact.

„Die Mehrheit der Bevölkerung ist gegen Atomkraft. Wir wollen den Abgeordneten deutlich machen, dass ihnen längere Laufzeiten zu Hause im Wahlkreis gehörig auf die Füße fallen, wenn sie den Pro-Atom-Kurs der Bundesregierung jetzt nicht stoppen“, sagte Susanne Jacoby von Campact. „Die Atom-Hardliner in der Regierung Kauder, Mappus und Brüderle fordern mindestens 15 Jahre Laufzeitverlängerung. Das ist unverantwortlich und stellt die Profitinteressen der Atomkonzerne über die Sicherheit der Bevölkerung.“

Von der Campact-Webseite haben Bürger/innen bereits über 18.000 Protest-Emails an die Abgeordneten von CDU/CSU und FDP aus ihrem Wahlkreis versandt (http://www.campact.de/atom2/wk1/wkmail). Darin wird argumentiert, dass der Boom der erneuerbaren Energien längere Laufzeiten für die Atomkraftwerke überflüssig mache. „Statt weiter große Mengen Strom ins Ausland zu exportieren, sollten besser die sieben ältesten Atomkraftwerke sowie der Pannenreaktor in Krümmel sofort abgeschaltet werden“, sagte Jacoby. „In den letzten Jahren waren in Deutschland sieben bis acht Atomkraftwerke die meiste Zeit abgeschaltet, ohne dass deshalb irgendwo die Lichter ausgingen. Deutschland ist sogar Stromexportweltmeister. Niemand braucht diese gefährlichen Schrottreaktoren.“

Ein weiterer bundesweiter Aktionstag im „Heißen Sommer“ ist am 21. August geplant: „Die Bundestagsabgeordneten werden eingeladen, auf den Marktplätzen in Liegestühlen unter der Anti-Atom-Sonne 'mal richtig abzuschalten' und so Kraft zu tanken für das Abschalten der Atomreaktoren“, sagte Jacoby.

Übersichtskarte mit allen Aktionsorten am kommendem Montag: http://www.campact.de/atom2/sommer/uebersicht

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    Pressekontakt:

    Susanne Jacoby, Anti-Atom-Campaignerin von Campact e.V., mobil 0151 / 505 24 684

    Yves Venedey, Pressesprecher von Campact e.V., mobil 0151 / 268 468 93


Gemeinsame Pressemitteilung von attac, ver.di-Jugend, dem Aktionsbündnis Sozialproteste, der Koordinierungsstelle gewerkschaflicher Erwerbsloseninitiativen und Campact e.V.

Letzte Hemden gegen Kahlschlag im Sozialetat

Soziale Bewegungen sammeln "letzte Hemden" als Protest gegen "unsoziale Kürzungen" bei Arbeitslosen und einkommensschwachen Familien / Große Protestaktion vor dem Bundestag geplant / Bereits knapp 50.000 Unterschriften für gerechte Steuerpolitik

Berlin, 19.07.2010: Auf die angekündigte Verschärfung des Sozialabbaus im Rahmen des Sparpakets der Bundesregierung reagiert ein Bündnis aus Gewerkschaften, sozialen Bewegungen und Arbeitslosen-Initiativen mit Protest. Anstatt die Bezüge von finanzschwachen Familien und Hartz IV-Empfängern zu kürzen, müssten bei der Sanierung des Haushalts auch Vermögende und Spitzenverdiener herangezogen werden. Einen Online-Appell mit der entsprechenden Forderung haben bereits fast 50.000 Menschen unterschrieben (http://www.campact.de/spar/sn1/signer).

"Gegen soziale Kälte hilft nur breiter Protest", sagte Jutta Sundermann aus dem Attac-Koordinierungskreis. "Die Verursacher der Krise müssen zu ihrer Finanzierung herangezogen werden - etwa mit einer Finanztransaktionssteuer. Die Reichen sind aus der Krise reicher hervorgegangen und müssen nun etwas abgeben, wir brauchen eine einmalige Vermögensabgabe und eine langfristige Millionärssteuer."

Spektakulär will das Bündnis aus Attac, Ver.di, Aktionsbündnis Sozialproteste, Koordinierungsstelle gewerkschaftlicher Arbeitslosen-Initiativen und Campact vor dem Bundestag protestieren. Bis zur Haushalts-Debatte im Bundestag sammeln sie im ganzen Land "letzte Hemden", die mit Slogans und Forderungen für eine gerechte Steuerpolitik versehen werden. Zur Einbringung des Haushalts Mitte September sollen hunderte dieser "letzten Hemden" vor dem Bundestag an einer Wäscheleine präsentiert werden.

"Menschen im ganzen Land sind aufgerufen, uns ihr letztes Hemd mit ihrer Forderung an die Bundesregierung zu schicken", sagte Martin Künkler von der Koordinierungsstelle gewerkschaftlicher Arbeitslosen-Initiativen. "Auch in zahlreichen Innenstädten werden wir im Rahmen von Bemalaktionen Hemden sammeln. So tragen wir den Protest gegen die unsozialen Kürzungen aus dem ganzen Land in die Hauptstadt."

"Die Ungerechtigkeit des Sparpakets drückt sich besonders in den Plänen von Familienministerin Schröder aus", kritisiert Ringo Bischoff, Ver.di Bundesjugendsekretär. "Während Wohlhabende weiterhin gut mit Elterngeld versorgt werden, sollen Empfänger von Hartz IV und auch die sogenannten Aufstocker, die arbeiten, aber zu wenig zum Leben verdienen, in Zukunft leer ausgehen. Das nimmt finanzschwachen Familien ihr letztes Hemd."

Adressen zum Einsenden der letzten Hemden:
Campact e.V., "Letztes Hemd", Artilleriestraße 6, 27283 Verden
Attac Bundesbüro, Münchener Straße 48, 60329 Frankfurt/Main

Pressekontakte:

Ringo Bischoff, Ver.di Bundesjugendsekretär, ringo.bischoff@verdi.de, mobil 0171 / 204 01 71

Martin Künkler, Koordinierung gewerkschaftlicher Arbeitslosengruppen, kuenkler@erwerbslos.de, mobil 0176 / 24 40 65 03

Jutta Sundermann, Attac-Koordinierungskreis, jutta.s@jpberlin.de, mobil 0175 / 886 66 76 9

Ferdinand Dürr, Online-Netzwerk Campact, fduerr@campact.de, mobil 0176 / 21 71 93 35

Pressemitteilung als pdf


Pressemitteilung

Protest gegen schwarz-gelbe „Kältedusche“

Soziale Bewegung protestiert vor Kanzleramt gegen „unsozialen Streichkurs“ bei Arbeitslosen und Familien / Bereits über 42.000 Menschen unterschrieben Online-Appell gegen das Sparpaket der Bundesregierung

Berlin, 07.07.2010. Vor Beginn der heutigen Sitzung des Bundeskabinetts demonstrierte ein Bündnis aus Gewerkschaften und sozialen Bewegungen gegen das Sparpaket der schwarz-gelben Koalition. Zwei Personen mit Masken von Bundeskanzlerin Merkel und Bundesarbeitsministerin von der Leyen (beide CDU) schütteten vor dem Bundeskanzleramt Eis auf frierende Bürger und nahmen ihnen symbolisch ihr „letztes Hemd“. Auf Schildern forderten rund 120 Bürger/innen ein Ende der „Politik der sozialen Kälte“. Die Aktion wurde organisiert vom Kampagnennetzwerk Campact, der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di, dem globalisierungskritischen Netzwerk Attac, dem Aktionsbündnis Sozialproteste und der Bundesarbeitsgemeinschaft Prekäre Lebenslagen.

„Das Sparpaket der Bundesregierung ist eine Politik der sozialen Kälte. Schwarz-Gelb spart kaltherzig bei den Schwächsten, während Banken und Wohlhabende geschont werden. Für sozial Benachteiligte fühlt sich die Sparpolitik wie eine Eisdusche an“, sagte Christoph Bautz von Campact. „Jetzt muss Schwarz-Gelb einen Kurswechsel vornehmen: Statt im Sozialen zu kürzen, müssen Vermögende und Finanzmarktakteure, die in den letzten Jahren massiv vom Boom der Finanzmärkte profitiert haben, zur Kasse gebeten werden.“ Hinter diese Forderung stellten sich im Internet über 42.000 Menschen, die in den letzten zwei Wochen einen Appell an Bundeskanzlerin Merkel, Sozialministerin von der Leyen und Bundesfinanzminister Schäuble unterzeichneten (http://www.campact.de/spar/sn1/signer).

Bernhard Jirku von der ver.di-Erwerbslosenintiative appellierte an die Bundesregierung, auf die geplanten Kürzungen im Sozialetat zu verzichten. „Wer hilfebedürftig ist, bekommt die Härte des Sparpaketes voll zu spüren: Das Elterngeld wird einfach gestrichen, für die Rente wird nichts mehr eingezahlt, die Kürzung des Wohngelds wird für mehr Hilfebedürftigkeit sorgen und existenzsichernde Arbeit für Alle ist nicht in Sicht. Statt bei den Arbeitslosen zu kürzen, sollten die von der Niedriglohnpolitik und Sozialabbau begünstigten Besserverdienenden über einen höheren Spitzensteuersatz und eine Vermögenssteuer die Sanierung des Bundeshaushaltes tragen.“ (Weitere Informationen finden sich unter: http://www.gerecht-geht-anders.de)

Außerdem forderte das Bündnis, die Verursacher der Finanzkrise stärker als bisher geplant an den Kosten zu beteiligen. „Die Bundesregierung versagt im Kampf gegen die Steueroasen und nimmt dadurch jährlich 100 Milliarden Euro Steuerausfälle hin. Die Steueroasen sind nicht nur Zentralen der Ungerechtigkeit, sondern auch Krisenherde. Denn von dort aus gehen die riskantesten Finanzspekulationen aus. Die Finanztransaktionssteuer ist längst überfällig – die Bundesregierung muss sie jetzt in Europa voranbringen“, sagte Jutta Sundermann von Attac.

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    Pressekontakte:

    Christoph Bautz, Campact-Geschäftsführer, mobil 0163 / 59 575 93

    Martin Künkler, Koordinierung gewerkschaftlicher Arbeitslosengruppen, mobil 0176 / 24 40 65 03

    Jutta Sundermann, Attac Koordinierungskreis, mobil 0175 / 886 66 76 9


PRESSEMITTEILUNG

„Radioaktive Wolke“ aus Ballons flog von Biblis bis nach Berlin

Über 100 rückgesandte Ballonkarten belegen: Radioaktive Wolke wäre bis nach Berlin geflogen / Internet-Karte zeigt Flugroute von 12.000 am AKW Biblis gestarteten Ballons/ „Das AKW Biblis ist sogar für die Berliner ein tödlicher Nachbar“

Berlin, 02.07.2010. Die von Atomkraftgegnern vor drei Wochen an den beiden Atomreaktoren im hessischen Biblis gestarteten 12.000 Luftballons flogen bis nach Berlin-Marzahn. Mit einem Massenstart von Ballons direkt vor den Atommeilern wollte das Kampagnennetzwerk Campact zeigen, wohin es eine radioaktive Wolke wehen würde, wenn es in Biblis zu einem Reaktorunfall oder Terroranschlag käme. An den Ballons waren Postkarten befestigt, die über 100 Finder an Campact zurücksandten. Campact präsentiert die Flugroute der Ballons auf einer Internetkarte: http://www.campact.de/atom2/ballonaktion/fundorte

Der Südwestwind trug die Ballons am 12. Juni von Biblis über Darmstadt, Frankfurt, Aschaffenburg, Erfurt, Leipzig bis nach Brandenburg. Einer der mit einem Radioaktivitätszeichen gekennzeichneten Ballons ging im Berliner Stadtteil Marzahn nieder.

„Die Ausbreitung der „radioaktiven Wolke“ zeigt: Die Schrottreaktoren in Biblis sind nicht nur für das Rhein-Main-Gebiet, sondern auch für die Menschen in Thüringen, Sachsen-Anhalt, Brandenburg und sogar Berlin tödliche Nachbarn. Längere Laufzeiten für die alternden Atomkraftwerke sind deshalb nicht zu verantworten“, sagte Campact-Geschäftsführer Christoph Bautz. „Käme es wirklich in Biblis zu einem Unfall, würden die radioaktiven Teilchen noch wesentlich höher in die Atmosphäre aufsteigen und sich viel weiter ausbreiten als unsere Ballons. Das hat Tschernobyl gezeigt, als sich der radioaktive Fallout über tausende von Kilometern verbreitete.“

Die beiden Atomkraftwerke in Biblis müssten nach dem Atomkonsens eigentlich demnächst stillgelegt werden. Doch der Betreiber RWE hofft auf eine Laufzeitverlängerung durch die schwarz-gelbe Bundesregierung. „Die beiden Reaktorblöcke in Biblis weisen zahlreiche Sicherheitsmängel auf: Sie sind nicht ausreichend gegen Flugzeugabstürze gesichert, außerdem fehlt in Biblis A eine verbunkerte Notwarte, von der das Kraftwerk im Falle eines Super-GAUs noch gesteuert werden könnte“, sagte Bautz.

Am 26. Juni startete Campact weitere 13.000 Luftballons vor dem Vattenfall-Atommeiler in Krümmel bei Hamburg. Aufgrund der Windverhältnisse an diesem Tag flogen die Ballons ins südöstlich gelegene Wendland.

Pressekontakt:

Christoph Bautz, Campact-Geschäftsführer, mobil 0163 59 575 93

Yves Venedey, Campact-Pressesprecher, mobil 0151 268 468


PRESSEMITTEILUNG

Krümmel: 13.000 Luftballons bilden Radioaktivitätszeichen und warnen vor dem „tödlichen Nachbarn“

Schwarz-gelbe Ballons bilden vor AKW Krümmel 25 Meter breites Radioaktivitätszeichen / Massenstart symbolisiert radioaktive Wolke / Protest gegen längere Laufzeiten für alternde Atomkraftwerke / Aktion drei Jahre nach dem Trafo-Brand in Krümmel

Hamburg, 26.06.2010. Über 300 Atomkraftgegner/innen haben heute vor dem Atomkraftwerk Krümmel bei Hamburg ein 25 Meter breites Radioaktivitätszeichen aus über 13.000 Luftballons gebildet. Anschließend wurden die schwarz-gelben Ballons in einem Massenstart fliegen gelassen. Sie sollen zeigen, wohin es eine radioaktive Wolke wehen würde, wenn es in Krümmel zu einem Reaktor-Unfall oder Terroranschlag käme. Jeder der Ballons wurde von jeweils einer/m Bürger/in im Internet gestartet.

Mit der spektakulären Aktion unter dem Motto „Atomlügen auffliegen lassen“ demonstrierte das Kampagnennetzwerk Campact gegen die Pläne der Bundesregierung, den Atomausstieg aufzukündigen und die Laufzeiten für Atomkraftwerke zu verlängern. Da Kraftwerksbetreiber Vattenfall die Befüllung der Ballons vor dem Kraftwerk verboten hatte, wurden die Ballons von mehreren hundert Freiwilligen in einem Demonstrationszug zum Kraftwerk getragen.

„Mit unserer Aktion rufen wir in Erinnerung: Atomkraftwerke sind tödliche Nachbarn, von denen ein tagtägliches Risiko ausgeht, das mit jedem Betriebsjahr steigt. Die Pläne der Regierung, die Laufzeiten für Atomreaktoren zu verlängern, sind daher völlig unverantwortlich. Die Menschen im Lande wollen, dass ausgestiegen wird – und zwar jetzt“, sagte Campact-Geschäftsführer Christoph Bautz. „Krümmel ist der Reaktor mit den meisten Unfällen in Deutschland. Ein Weiterbetrieb des Pannenreaktors würde die Menschen in Norddeutschland einem tödlichen Risiko aussetzen, während der Betreiber Vattenfall millionenschwere Zusatzprofite einstreicht.“

Vor drei Jahren kam es in dem Atomkraftwerk Krümmel zu einem Transformator-Brand, der zu einer Schnellabschaltung des Reaktors führte. Bei dem Brand am 28. Juni 2007 drang Rauchgas in die Leitwarte des Atomkraftwerks, so dass die Mitarbeiter den Reaktor nur mit Gasmasken herunter fahren konnten. Als der Meiler im Mai 2009 wieder ans Netz ging, kam es erneut zu technischen Problemen am gleichen Transformator, die zu einer Reaktorschnellabschaltung führten. „Krümmel war in den letzten Jahren ständig abgeschaltet, ohne dass irgendwo die Lichter ausgingen. Es ist unverantwortlich, dass Vattenfall den Pannenreaktor wieder ans Netz gehen lassen will und damit die Bevölkerung einem völlig unnötigen Risiko aussetzt“, sagte Bautz.

An jedem in Krümmel gestarteten Ballon hängt eine Postkarte, auf der die Finder des Ballons aufgefordert werden, Campact den Fundort mitzuteilen. Die Koordinaten werden auf eine interaktive Karte im Internet übertragen, die die Fundorte und damit auch das potenzielle Gefährdungsgebiet darstellt. Die am 12. Juni bei einer ersten Aktion an den beiden Atomreaktoren im hessischen Biblis gestarteten Luftballons flogen bis nach Brandenburg (http://www.campact.de/atom2/ballonaktion/fundorte).

Pressekontakt:

Christoph Bautz, Campact-Geschäftsführer, mobil 0163-59 575 93

Susanne Jacoby, Campaignerin, mobil 0151-505 24 684

Weitere Informationen: http://www.campact.de/atom2/ballonaktion/kruemmel und hier: Aktionsblog Krümmel


Einladung zum Presse- und Fototermin

Hunderte Atomkraftgegner bilden aus über 13.000 Luftballons ein Radioaktivitätszeichen vor dem AKW Krümmel

Schwarz-gelbe Ballons symbolisieren radioaktive Wolke/ Warnung vor den „tödlichen Nachbarn“ / Anti-Atom-Aktion am dritten Jahrestag des Trafo-Brandes / Protest gegen längere AKW-Laufzeiten

Sehr geehrte Damen und Herren,

am Samstag, den 26. Juni werden Hunderte Atomkraftgegner aus über 13.000 Luftballons ein 25 Meter breites Radioaktivitätszeichen vor dem Atomkraftwerk Krümmel bei Hamburg entstehen lassen. Hinter jedem Ballon steht ein Mensch, der vor dem "tödlichen Nachbarn" warnt. Die schwarz-gelben Ballons werden dann mit einem Massenstart losfliegen. Sie sollen zeigen, wohin es eine radioaktive Wolke wehen würde, wenn es in Krümmel zu einem Reaktorunfall oder einem Terroranschlag käme.

Anlass für die Anti-Atom-Aktion ist der dritte Jahrestag des Transformatorenbrandes am 28.Juni 2007 in Krümmel. Aufgrund desUnfalls war der Vattenfall-Pannenreaktor bis zum 19. Juni 2009abgeschaltet. Nach weiteren Zwischenfällen erfolgte am 4. Juli 2009erneut eine Reaktorschnellabschaltung. Seitdem ist das Atomkraftwerk Krümmel wieder abgeschaltet.

Zeit: Samstag, den 26. Juni ab 11.30 Uhr

Ablauf:

11.30 Uhr: Auftaktkundgebung am Festplatz Geesthacht-Tesperhude, Strandweg (Parkplatz bzw. Wiese an der Minigolfanlage); anschließend Demonstrationszug direkt vor das Atomkraftwerk

12.30 Uhr: Aufbau eines 25 Meter breiten Radioaktivitätszeichens vor dem Haupttor des Vattenfall-Pannenreaktors

13.15 Uhr: Start der Ballons direkt vor dem Haupttor des Atomkraftwerkes

ca. 13.30 Uhr : Ende der Aktion

Weitere Informationen finden Sie hier:

http://www.campact.de/atom2/ballonaktion/kruemmel

Die Ballons werden über Nacht von vielen Helfer/innen mit Gas befüllt. Jeweils etwa 250 Ballons werden in große Schläuche verpackt und in einem Demonstrationszug zu dem Vattenfall-Pannenreaktor getragen.

Damit Sie die Möglichkeit haben, das Radioaktivitätszeichen auch von oben zu fotografieren oder filmen werden wir Hebebühnen für Sie bereit stellen. Um den Einsatz der Hebebühnen besser planen zu können, wären wir für eine kurze Anmeldung bei presse@campact.de dankbar.

Für Fragen, Interviews und O-Töne stehen Ihnen vor Ort gerne unser Geschäftsführer Christoph Bautz (mobil 0163-5957593) und unsere Atom-Campaignerin Susanne Jacoby (0151-505 24 684) zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen,

Yves Venedey

Pressesprecher Campact e.V., mobil 0151 268 468


PRESSEMITTEILUNG

"Politikwechsel in der Energiepolitik muss Kohlekraftwerke stoppen"

Campact-Aktive fordern ein Klimaschutzgesetz mit Neubaustopp für Kohlekraftwerke / Fünf Meter hoher „Kohlosaurus“ vor dem Verhandlungsort mahnt Ende für Dinosaurier-Technologie Kohlekraft an

Düsseldorf, 25.06.2010. Zur zweiten Runde der Koalitionsverhandlungen forderten Aktive des Kampagnen-Netzwerks Campact SPD und Grüne auf, den versprochenen Politikwechsel auch in der Energiepolitik zu vollziehen. Sie demonstrierten vor dem Verhandlungsgebäude mit einem fünf Meter hohen „Kohlosaurus“ – ein Kohlemonster, halb Kraftwerk, halb Saurier – für Zukunft statt Kohle. Die Demonstranten verlangten, im Koalitionsvertrag ein Klimaschutzgesetz vorzusehen, das den Neubau von Kohlekraftwerken verhindert.

„Vor der Wahl sendeten sowohl Grüne als auch die SPD positive Signale für ein wirksames und verbindliches Klimaschutzgesetz. Jetzt müssen die künftigen Koalitionspartner den Neuanfang in der Energiepolitik einleiten und den Neubau von Kohlekraftwerken in NRW stoppen. Dabei hätten sie die breite Mehrheit der Einwohner Nordrhein-Westfalens hinter sich, denn 67 Prozent befürworten Einschränkungen für neue Kohlekraftwerke“, so Ferdinand Dürr, Klimaexperte von Campact.

In Nordrhein-Westfalen sind derzeit noch neun Kohlekraftwerke in Planung oder im Bau, darunter das gerichtlich gestoppte Eon-Kraftwerk Datteln IV. „Würden alle in NRW geplanten Kraftwerke ans Netz gehen, verhindern sie allein das Erreichen der Klimaschutzziele für die gesamte Bundesrepublik“, so Ferdinand Dürr. „Kohlekraft ist eine wahre Dinosaurier-Technologie, denn die Kraftwerke nutzen nicht einmal die Hälfte der Energie des Brennstoffs. Kohlekraftwerke sind unflexibel und können nicht auf die schwankende Stromerzeugung aus Sonne und Wind reagieren, was ihre Zukunftsfähigkeit vollends zerstört.“

In den letzten 24 Stunden erreichten die Verhandlungsdelegation der SPD über 30.000 Emails von Bürgern, die Kohlekraftwerke als „Klima-Killer“ ablehnen und dies im Koalitionsvertrag festgeschrieben sehen wollen. Vor der Wahl hatten sich die Grünen gegen neue Kohlekraftwerke ausgesprochen, die SPD dafür.

Informationen zur zitierten Emnid-Umfrage unter:

http://www.campact.de/klima/meldungsportal27

Weitere Informationen zur Kampagne:

http://www.campact.de/klima/home

Pressekontakt:

Ferdinand Dürr, Klimaexperte von Campact, 0176 - 21719335


PRESSEMITTEILUNG

„Merkel und die Atombosse treiben ein gefährliches Spiel“

Rund 200 Atomkraftgegner zeigen Merkel und den Atomkonzernen die Rote Karte / “Todespoker“ auf Atommüllfässern / „Kein Einknicken bei der Brennelementesteuer“

Berlin, 23.06.2010. Während sich Bundeskanzlerin Merkel (CDU) mit den Chefs der vier Atomkonzerne RWE, Eon, ENBW und Vattenfall traf, demonstrierten heute rund 200 Atomkraftgegner vor dem Kanzleramt gegen den Weiterbetrieb der Atomkraftwerke. Eine Merkel-Darstellerin spielte auf Atommüllfässern mit den Konzernbossen in Skelettkostümen Poker, während Ihnen Bürger „Rote Karten“ zeigten und sie auspfiffen. Zu der Protestaktion hatte das Kampagnennetzwerk Campact und die Anti-Atom-Organisation .ausgestrahlt kurzfristig aufgerufen.

„Merkel und die Atombosse treiben ein gefährliches Spiel mit der Sicherheit der Menschen – nur um den Atomkonzernen immense Zusatzprofite zu verschaffen. Wir zeigen dieser Klientelpolitik die Rote Karte“, sagte Campact-Geschäftsführer Christoph Bautz. „Längere Laufzeiten für die alternden Schrottreaktoren erhöhen das Risiko eines Super-GAUs und lassen den Atommüllberg weiter wachsen. Die Menschen im Lande wollen keine Laufzeitverlängerung, sondern Laufzeitverkürzung – und zwar jetzt.“

Gleichzeitig forderten die Organisationen die Regierung auf, an der Einführung einer Brennelementesteuer im Rahmen des Sparpakets festzuhalten. „Es muss endlich Schluss sein mit den immensen Subventionen für die Atomkonzerne. Mit der geplanten Brennelementesteuer müssten die Unternehmen endlich zumindest für einen kleinen Teil der gesellschaftlichen Folgekosten der Atomkraft zahlen. Jetzt darf die Regierung vor der Lobbymacht der Atombranche nicht einknicken, sondern muss an der Steuer festhalten – unabhängig davon ob AKW-Laufzeiten verlängert werden oder nicht.“

Pressekontakt:

Christoph Bautz, Campact: Tel. 04231 / 957 445, mobil 0163 / 595 75 93 www.campact.de

Jochen Stay, Sprecher .ausgestrahlt: mobil 0170 / 935 87 59 www.ausgestrahlt.de


PRESSEMITTEILUNG

Anti-Atom-Bewegung zeigt Merkel und Atombossen Rote Karte

„Todespoker“ heute vor dem Kanzleramt / Weitere Protestaktion am Samstag am AKW Krümmel: Über 13.000 schwarz-gelbe Ballons symbolisieren radioaktive Wolke / Luftballons flogen vom AKW Biblis bis nach Brandenburg / „Bei einem Super-GAU würden die radioaktiven Teilchen noch viel weiter fliegen als die Ballons“

Berlin/Hamburg, 23.06.2010. Vor dem heutigen Treffen von Bundeskanzlerin Merkel (CDU) mit den Chefs der vier Atomkonzernen RWE, Eon, ENBW und Vattenfall hat die Anti-Atom-Bewegung weitere Protestaktionen angekündigt. Morgen wird vor dem Kanzleramt eine Merkel-Darstellerin auf Atommüllfässern mit den Konzernchefs in Skelettkostümen „Poker“ spielen. Hunderte Atomkraftgegner sollen der Kanzlerin und den Atomkraftwerksbetreibern „Rote Karten“ zeigen und sie auspfeifen. „Merkel und die Atombosse spielen mit der Sicherheit der Bevölkerung“, sagte Campact-Geschäftsführer Christoph Bautz. „Die Menschen im Lande dulden keine Klientelpolitik zugunsten der Profite der Atomkonzerne.“

Für den kommenden Samstag ist bereits die nächste Protest-Aktion geplant: Hunderte Atomkraftgegner wollen aus über 13.000 Luftballons ein 25 Meter breites Radioaktivitätszeichen vor dem Atomkraftwerk Krümmel bei Hamburg entstehen lassen. Die schwarz-gelben Ballons sollen dann mit einem Massenstart als „radioaktive Wolke“ losfliegen. Sie zeigen, wohin es eine radioaktive Wolke wehen würde, wenn es in Krümmel zu einem Reaktorunfall oder einem Terroranschlag käme. Die Aktion findet anlässlich des dritten Jahrestags des schweren Transformatorbrands in Krümmel statt.

Bereits vor anderthalb Wochen startete Campact vor dem hessischen AKW Biblis 12.000 Luftballons. Anhand von über von über 100 rückgesandten Karten, die an den Ballons befestigt wurden, lässt sich eindrucksvoll zeigen, wohin sich eine radioaktive Wolke am 12. Juni ausgebreitet hätte: ins dicht besiedelte Rhein-Main-Gebiet und von dort aus weiter über weiter über Fulda, Gera, Erfurt, Leipzig bis nach Brandenburg. Die Fundorte der Ballons sind im Web auf einer Karte verzeichnet: http://www.campact.de/atom2/ballonaktion/fundorte

„Bei einem Super-GAU würden die radioaktiven Teilchen noch viel höher in die Atmosphäre gelangen und sich dort sogar noch viel weiter verbreiten als unsere Ballons. Das hat auch Tschernobyl gezeigt“, sagte Bautz. Der Kraftwerksbetreiber RWE hatte erfolglos versucht, die Aktion in Biblis zu verhindern.

„Hinter jedem Ballon steht ein Mensch, der die Bürger an ihren tödlichen Nachbarn erinnert“, sagte Campact-Geschäftsführer Christoph Bautz. „Besonders die Menschen in Hamburg und Norddeutschland würden bei einem Weiterbetrieb des Schrottreaktors in Krümmel einem tödlichen Risiko ausgesetzt.“ Unter https://www.campact.de/atom2/sn7/signer können Bürger/innen im Internet weitere Ballons für Krümmel starten.

Einladung zum Presse- und Fototermin: Rote Karte für Merkel und die Atomkonzerne

Eine Merkel-Darstellerin wird mit Skeletten auf Atommüllfäsern pokern. Bei dem tödlichen Spiel ist der Einsatz hoch: Milliardengewinne auf der einen Seite, die Sicherheit der Bevölkerung auf der anderen. Hunderte Atomkraftgegner werden der Zockerrunde die Rote Karte zeigen - und sie gemeinsam auspfeifen. Wenn im Anschluss die Konzernchefs in ihren Limousinen am Kanzleramt vorfahren, sollen sie den Protest lautstark zu hören bekommen.

Zeit: Mittwoch, 23. Juni, 12.30 bis etwa 14.30 Uhr

Ort: Bundeskanzleramt, Willy-Brandt-Straße 1, Berlin

Weitere Infos: http://www.campact.de/atom2/atompoker

Pressekontakt vor Ort: Christoph Bautz, Campact-Geschäftsführer, mobil 0163 59 575 93; Susanne Jacoby, Campaignerin, mobil 0151-505 24 684


PRESSEMITTEILUNG

"Grüne in NRW müssen jetzt Wort halten!"

Campact fordert von der künftigen rot-grünen Minderheitsregierung, den Neubau von Kohlekraftwerken in NRW zu stoppen / Kohlekröte auf grünem Landesparteitag

Düsseldorf/Neuss, 19.06.2010. Am Rande des Landesparteitags von Bündnis 90/Die Grünen in Neuss forderten Aktive des Kampagnen-Netzwerks Campact von der künftigen rot-grünen Minderheitsregierung, den Neubau von Kohlekraftwerken in Nordrhein-Westfalen zu stoppen. Eine Person mit der Maske von Grünen-Fraktionschefin Sylvia Löhrmann versuchte, mit Messer und Gabel eine große, hässliche Kohlekröte zu verspeisen. Campact-Aktive forderten sie auf, „keine Kohle-Kröten zu schlucken“. Sie verteilten essbare Gummikröten und Flugblätter an die Delegierten.

Derzeit sind in Nordrhein-Westfalen fünf Kohlekraftwerke in Bau, darunter der gerichtlich gestoppte Schwarzbau in Datteln. Vier weitere sind konkret geplant. „Der versprochene Politikwechsel muss bei der Kohlepolitik anfangen: Die Grünen müssen durchsetzen, dass eine rot-grüne Regierung den Bau aller dieser Klimakiller stoppt, denn zusammen würden sie 70 Millionen Tonnen Kohlendioxid im Jahr ausstoßen“, sagte Ferdinand Dürr, Klimaexperte von Campact. „Das allein ist mehr, als Deutschland nach den Klimaschutzzielen der Bundesregierung in den nächsten Jahrzehnten noch insgesamt ausstoßen darf. NRW entscheidet jetzt, ob die Klimaziele für 2050 überhaupt erreichbar sind.“

Dürr betonte, auch der Sachverständigenrat für Umweltfragen der Bundesregierung und das Umweltbundesamt lehnten den Neubau von Kohlekraftwerken ab. „Der Boom der erneuerbaren Energien macht neue Kohlekraftwerke überflüssig“, sagte Dürr. „Die zukünftige Landesregierung darf dabei auf keinen Fall vor den Energiekonzernen einknicken.“ Sollten die Grünen in dieser Frage ihr Wort brechen, müssten sie sich auf heftige Proteste gefasst machen.

Einen Appell, den Bau des Kohlekraftwerks Datteln endgültig zu stoppen und aus der Kohleverstromung auszusteigen, haben seit der Landtagswahl bereits über 19.000 Menschen im Internet unterschrieben. (http://www.campact.de/klima/sn10/signer)

Weitere Informationen zur Kampagne: http://www.campact.de/klima/home

Pressekontakt:
Ferdinand Dürr, Klimaexperte von Campact, 0176 - 2171 9335

Pressemitteilung als pdf


PRESSEMITTEILUNG

Über 27.000 Unterschriften gegen Sparpaket

Bürger fordern Kurswechsel von schwarz-gelber Bundesregierung / Online-Aktion gegen Sozialabbau / Krisenverursacher sollen nicht geschont werden

Berlin, 18.06.2010. Innerhalb von 48 Stunden hat das Kampagnen-Netzwerk Campact bereits über 27.000 Unterschriften gegen das Sparpaket der schwarz-gelben Bundesregierung gesammelt. Die Unterzeichnenden kritisieren vor allem, dass die Kürzungen hauptsächlich Arbeitslose und Familien treffen, während die Krisenverursacher und Vermögende geschont würden (http://www.campact.de/spar/sn1/signer).

"Statt im Sozialressort zu kürzen, sollte der Spitzensteuersatz erhöht und Vermögende über eine Vermögenssteuer an der Sanierung des Bundeshaushaltes beteiligt werden", sagte Christine Borchers von Campact. "Die Verursacher der Krise müssen über eine Finanztransaktionssteuer deutlich stärker als geplant an den Kosten beteiligt werden. Außerdem fordern wir, dass die unsinnige Mehrwertsteuersenkung für Hotelübernachtungen rückgängig gemacht wird."

Campact organisiert Kampagnen, bei denen sich Menschen über das Internet in politischen Entscheidungen einmischen. So ist in den letzten fünf Jahren ein Netzwerk von über 234.000 Menschen entstanden.

Pressekontakt: Christine Borchers, borchers@campact.de, 04231/957-452


Pressemitteilung von Campact e.V.

12.000 Luftballons warnen vor den „tödlichen Nachbarn“

Schwarz-gelbe Ballons symbolisieren radioaktive Wolke / Protest gegen Weiterbetrieb der Atomkraftwerke / RWE versuchte erfolglos, die Aktion zu verhindern

Biblis, 12.06.2010. Mehr als 600 Atomkraftgegner haben am Samstag vor den Atomkraftwerken Biblis A und B über 12.000 Luftballons gestartet. Diese sollen zeigen, wohin es eine radioaktive Wolke wehen würde, wenn es in Biblis zu einem Super-GAU etwa in Folge eines Flugzeugabsturzes oder Terroranschlags käme. Jeder der Ballons wurde von jeweils einem Bürger im Internet gestartet. Mit der spektakulären Aktion unter dem Motto „Atomlügen auffliegen lassen“ demonstrierte das Kampagnen-Netzwerk Campact gegen die Pläne der Bundesregierung, den Atomausstieg aufzukündigen und die Laufzeiten für Atomkraftwerke zu verlängern.

„Mit unserer Aktion rufen wir in Erinnerung: Atomkraftwerke sind tödliche Nachbarn, von denen tagtäglich ein Risiko ausgeht, das mit jedem Betriebsjahr steigt. Die Pläne der Regierung, die Laufzeiten für Atomreaktoren zu verlängern, sind daher völlig unverantwortlich. Die Menschen im Lande wollen, dass ausgestiegen wird – und zwar jetzt“, sagte Campact-Geschäftsführer Christoph Bautz. „Besonders die Menschen im Rhein-Main-Gebiet würden bei einem Weiterbetrieb der Museums-Meiler einem tödlichen Risiko ausgesetzt. RWE dagegen winken millionenschwere Zusatzprofite mit den längst abgeschriebenen Alt-Reaktoren.“

An jedem Ballon hängt eine Postkarte, mit denen die Finder Campact den Fundort mitteilen können. Die Koordinaten sollen auf eine interaktive Karte im Internet übertragen werden, so dass man die Fundorte und damit auch das potenzielle Gefährdungsgebiet erkennen kann.

Der Atomkraftwerksbetreiber RWE hatte Campact verboten, die Ballons von seinen Grundstücken rings um die beiden Atomreaktoren zu starten. Deshalb wurden die Ballons auf einem Parkplatz der Gemeinde Biblis mit Gas befüllt und von über sechshundert Demonstranten in einem Protestzug auf dem einzigen öffentlichen Weg vor das Kraftwerksgelände getragen. Dort stiegen sie mit einem Massenstart auf.

RWE hatte Campact vorgeworfen, mit der Aktion „einseitig Ängste zu schüren“. Campact wies diesen Vorwurf scharf zurück. „Nicht wir schüren Ängste, sondern RWE verharmlost die Risiken der Atomkraft auf unerträgliche Weise“, sagte Bautz.

Am 26. Juni wird Campact auch am Atomkraftwerk Krümmel bei Hamburg mindestens 15.000 Ballons starten. Unter https://www.campact.de/atom2/sn7/signer können Bürger/innen noch online weitere Ballons für Krümmel starten.

Pressekontakt:
Christoph Bautz, Campact-Geschäftsführer, mobil 0163-5957593
Susanne Jacoby, Campaignerin, mobil 0151-50524684

Weitere Informationen: http://www.campact.de/atom2/ballonaktion/biblis