Nimm mit 242.731 Campact-Aktiven Einfluss
auf aktuelle politische Entscheidungen.
Das Engagement tausender Campact-Aktiver hat all die Aktionen im zurückliegenden Jahr möglich gemacht. Herzlichen Dank! Wir hoffen auf Ihre Unterstützung auch im Jahr 2008!
Die Arbeit von Campact finanzieren wir bisher vor allem mit den Spenden von Tausenden Campact-Aktiven. Hiermit allein lässt sich schwer planen. Stellen Sie unsere Arbeit auf eine stabilere Basis und unterstützen Sie uns mit Ihrer Fördermitgliedschaft!
Jahresrückblick 2007 als PDF / Jahresrückblick 2006 / 2005
Groteske Welt: In Paris stellt die IPCC ihren mit Spannung erwarteten Bericht vor, der die katastrophalen Konsequenzen eines ungebremsten Klimawandels beschreibt. Gleichzeitig versuchen in Brüssel die Lobbyisten der deutschen Autoindustrie, konsequente Schritte für den Klimaschutz zu verhindern – mit Unterstützung von Merkel, Wirtschaftsminister Glos und Industriekommissar Verheugen. Unter dem Motto „Spritfresser stoppen" rufen wir die Campact-Aktiven auf, Merkel, Glos und Verheugen zur Einsicht und zu einer klimafreundlichen Politik zu bewegen und die von der europäischen Kommision vorgeschlagenen Grenzwerte für den Co²-Ausstoß bei Neuwagen konsequent durchzusetzen.
Innerhalb von 5 Tagen beteiligen sich über 12.000 Unterstützer an dieser Aktion. mehr

Die Bundesregierung hat sich den Klimaschutz groß auf die Fahne ihrer EU-Ratspräsidentschaft geschrieben. Doch während des ersten Drittels der Präsidentschaft stand Deutschland bei wichtigen klimapolitischen Schritten auf der Bremse. Während einem informellen Treffen am 01. Juni präsentieren wir – eingefroren in eine 5-Meter breite Eiswand - über 32.000 Unterschriften von besorgten Bürgern, die sich seit Anfang März an der Aktion beteiligt haben.

Am 02.04.2007 beschließt der „Krippengipfel“ der Familienminister/innen von Bund und Ländern, die Krippenplätze für unter Dreijährige zu verdreifachen. Doch ob die ehrgeizigen Pläne Realität werden, hängt am Geld. Die Entscheidungsmacht liegt beim Koalitionsausschuß, in dem vor allem die Finanzpolitiker bisher alle positiven Reformen verhindert haben. Dies darf nicht wieder passieren! Am 16. April überreichen wir den Koalitionspolitikern über 2500 von Bürgern unterschriebene Appelle, die mehr und bessere Kinderkrippen fordern. mehr

Vor zwei Jahren haben wir einen großen Erfolg errungen: Auch durch unseren Druck beschloss der Bundestag, dass Abgeordnete die Höhe ihrer Nebeneinkünfte veröffentlichen müssen.
Mehrere Abgeordnete klagten vor dem Bundesverfassungsgericht gegen die Transparenzregeln. Obwohl die Klagen juristisch keine aufschiebende Wirkung haben, weigerte sich Bundestagspräsident Lammert, den Bundestagsbeschluss umzusetzen.
In einer Online-Aktion, adressiert an die Fraktionsvorsitzenden von CDU und SPD fordern wir und über 5.000 Campact-Aktive die Umsetzung der vom Bundestag beschlossenen Regelungen zur Transparenz von Politiker-Nebeneinkünften. Mittlerweile hat der Bundestag den Beschluss umgesetzt. Einer unserer größten Erfolge, für den wir über zwei Jahre gekämpft haben und der ohne Ihre Unterstützung so nicht möglich gewesen wäre. mehr

Bereits Anfang März hatten wir in unserem Klimaappel um Unterstützung gebeten. Der Zuspruch ist gewaltig. Insgesamt haben sich über 32.000 Menschen an dem KLima-Appell beteiligt - so viele wie noch nie. Vor dem Beginn einer informellen Sitzung der europäischen Umweltminister bauen wir eine riesige Eiswand auf, in die alle Unterschriften eingefroren sind. Zusätzlich übergeben wir zwei große Pakete mit den gesammelten Unterschriften an Umweltminister Sigmar Gabriel, zusammen mit einer langsam schmilzenden Miniatur-Eiswand, die ihn während der Sitzung an seine Verpflichtungen als Umweltminister errinnern soll.

Zweieinhalb Jahre haben wir darum gerungen – jetzt ist es endlich durch: Nach dem heute ergangenen Urteil des Bundesverfassungsgerichts müssen die Nebeneinkünfte nach den vom Bundestag erlassenen verschärften Regeln veröffentlicht werden. Endlich erfahren wir, welche Abgeordneten in erster Linie die Belange ihrer Wähler/innen vertreten und welche sich eher Interessen von Geldgebern aus der Wirtschaft verpflichtet fühlen – ein großer Erfolg für uns, ein schwarzer Tag für Lobbyisten im Bundestag. mehr

Die Campact-Sommertour ist gestartet. Mit einer Reise durch die Wahlkreise der 25 wichtigsten Politiker Deutschlands wollen wir die Entscheider in Sachen Gentechnik-Gesetz unter dem Motto:„Gentechnik im Essen per Gesetz – Machen Sie da mit, Herr Abgeordneter?“ zu ihren Positionen befragen und über die Gefahren der Gentechnik in Lebensmitteln aufklären. Unterstützt wird die Tour durch zahlreiche Aktionsgruppen und freiwillige Helfer vor Ort, vor allem aber durch die vielen Spender, die uns helfen die Tour zu finanzieren. Wir setzen alles dran, dass wichtige SPD-Politiker vor ihren Wähler/innen versprechen, ihre Fachpolitiker, die den bisher existierenden Gesetzentwurf in einem entsprechenden Papier ablehnen, zu unterstützen. Mit Erfolg: So stellt sich SPD-Generalsekretär Hubertus Heil auf unserer Diskussionsveranstaltung in Peine hinter das Papier, einen Tag später folgt Dieter Wiefelspütz, innenpolitischer Fraktionssprecher in Hamm. mehr

Ein eindrucksvolles Bild bietet die Abschluss-Aktion zu unserer Aktionstour gegen Gentechnik vor dem Bundestag in Berlin. In einer langen Reihen präsentieren über 100 Campact-Aktive 40 Großplakate mit den Portraits der wichtigsten Abgeordneten, die über das neue Gentechnik-Gesetz entscheiden. Darauf angebracht sind die Antworten, die die Abgeordneten ihren Wählern auf die Frage „Gentechnik im Essen per Gesetz – Machen Sie da mit?“ in ihren Heimatstädten gegeben hatten. Fotografen von allen wichtigen Agenturen waren vor Ort und der Deutschlandfunk berichtete. mehr

Selten haben sich Lobbyisten so dreist durchgesetzt wie beim Beschluss des Bundeskabinetts zur Bahnprivatisierung. Der Bund will alle Mitspracherechte über die Verwendung von Milliarden Steuergeldern an Kapitalinvestoren abgeben. Und das für einen Schleuderpreis: Bei einem Wert von über 180 Milliarden Euro soll die Hälfte der Deutschen Bahn AG für knapp 10 Milliarden Euro verramscht werden. Hier wird öffentliches Eigentum geplündert.
Doch nicht nur das: Weitere Strecken drohen stillgelegt, Fahrpläne ausgedünnt und Fahrpreise angehoben zu werden. So werden nicht mehr Menschen vom Auto oder Flugzeug auf die klimafreundliche Bahn umsteigen.
In einer neuen Online-Aktion fordern wir die Bürger auf, sich an ihre Landesverkehrsminister zu wenden und gegen den Ausverkauf der Bahn zu protestieren. Insgesamt werden über 6500 Protestmails von Campact-Aktiven vesandt und zwei Tage später entscheiden die Minister auf einer außerordentlichen Sitzung einstimmig, die Privatisierungspläne so nicht hinzunehmen. Zu diesem Ergebnis haben die vielen Unterstützer sicher mit beigetragen. mehr
Am 12. September wird der Umweltausschuss des Europäischen Parlaments über einen Richtlinien-Vorschlag der EU-Kommission entscheiden, der erstmals bindende Richtlinien festlegen soll: auf 120 g/km bis zum Jahr 2012.

Doch die Autoindustrie versucht nicht nur die Grenzwerte aufzuweichen, sondern auch einen Aufschub um weitere drei Jahre zu erhalten.
In einer Eilaktion zeigen 5100 Campact-Unterstützer den deutschen Abgeordneten des Umweltausschusses der EU die gelbe Karte und fordern sie auf sich für strenge CO2-Richtlinien einzusetzen. mehr

In der Koalition ringen Innenminister Schäuble, Justizministerin Zypries und die Chefs der Koalitionsfraktionen darum, ob die Online-Durchsuchung eingeführt wird. Elementare Grundrechte sind bedroht: Computer enthalten oft intimste Daten über den gesamten Lebensweg von Bürgerinnen und Bürgern. Online-Durchsuchungen verletzen deshalb die Privatsphäre. Da die Durchsuchung – anders als Hausdurchsuchungen – geheim stattfindet, können sich Betroffene nicht wehren. Die Rechtsweggarantie des Grundgesetzes wird aufgehoben.
Wir fordern die Campact-Aktiven dazu auf, die Regierung mit einer E-Card an das Volkszählungsurteil des Bundesverfassungsgerichts von 1983 und die Grenzen, die es ihnen gesetzt hat zu erinnern: „Mit dem Recht auf informationelle Selbstbestimmung wäre eine Gesellschaftsordnung nicht vereinbar, in der Bürger nicht mehr wissen können, wer was wann und bei welcher Gelegenheit über sie weiß." Über 10.000 Aktive setzen sich für die informationelle Selbstbestimmung ein. mehr

In deutschen Pflegeheimen wird die Würde der Menschen verletzt: Jede dritte bedürftige Person bekommt nicht einmal genug zu essen und zu trinken. Die Bundesregierung kann diese Katastrophe nun entschärfen: Mit der Pflege-Reform kann sie jetzt für eine menschenwürdige Qualität der Pflege sorgen.
Doch bisher sind ihre Pläne enttäuschend – die Pflegesünder machen ihren Einfluss geltend. In einer neuen Online-Aktion fordern innerhalb von zwei Wochen 5200 aktive Campact-Unterstützer die Verantwortlichen dazu auf, endlich die nötigen Rahmenbedingungen für ein würdevolles Leben im Alter zu schaffen. mehr

In Neurath bei Düsseldorf entsteht zur Zeit Europas größtes Kohlekraftwerk, das für eine verfehlte Energiepolitik steht. Neben diesem Kraftwerk sollen weitere Großkraftwerke entstehen, über die jedoch noch entschieden werden muss. Mit einer neuen Online-Aktion lassen wir rund um Neurath eine Menschenkette entstehen, die verdeutlichen soll, dass ein Großteil der Bevölkerung diese rückwärtsgewandte Energiepolitik ablehnt.

Vor einem Jahr haben wir mit unseren Protesten verhindert, dass deutsche Banken zwei hoch gefährliche Atomreaktoren mitten in einer Erdbebenzone im bulgarischen Belene finanzieren. Doch die bulgarische Regierung treibt das Projekt weiter voran: Jetzt fordert sie EU-Gelder für die beiden Atommeiler des Tschernobyl-Bautyps. In wenigen Tagen entscheidet die EU-Kommission, ob sie dem Vorhaben grünes Licht gibt.
Sagt die EU Ja zu Belene, öffnet dies dem Bau etlicher Schrottreaktoren in Osteuropa Tür und Tor - mit einem enormen Sicherheitsrisiko für ganz Europa.
In ganz Europa starten in diesen Tagen E-Mail-Aktionen an Energiekommissar Andris Piebalgs und Kommissionschef José Barroso. Auch wir starten eine Aktion gegen den Bau von Belene, an der zwar über 11.700 Menschen teilnehmen – die aber trotzdem nicht verhindern kann, dass die Kommission diesem Vohaben den Segen erteilt. Trotzdem bleiben wir am Ball und bedanken uns für die zahlreiche Unterstützung. mehr

Pünktlich zu Nikolaus drohen Campact-Aktive Günter Verheugen, EU-Kommissar für Unternehmen und Industrie, der seit Jahren die deutsche Auto-Industrie verhätschelt, mit der Rute. Sie fordern ihn auf, strenge CO2-Grenzwerte für Neuwagen nicht länger zu blockieren.
Bis zum 19. Dezember, an dem die Kommission ihren Vorschlag für eine Verordnung zu CO2-Grenzwerten für Neuwagen vorlegen möchte, erhält Verheugen täglich per Post eine große Rute und insgesamt über 9.000 unterschriebene Appelle. mehr

Berlin/Neurath, 08.12.07. Erstmalig haben sich Menschen in Deutschland am Globalen Klimaaktionstag beteiligt und für konsequenten Klimaschutz demonstriert. Rund 8.000 Teilnehmer gehen bei den beiden Großkundgebungen in Berlin und Neurath, 2.000 in weiteren deutschen Städten auf die Straße. Zentrale Forderung am Klimaaktionstag ist ein Stopp für den Bau neuer Kohlekraftwerke, damit der CO2 Ausstoß in Deutschland bis 2020 um 40 Prozent verringert werden kann. Gleichzeitig soll der Klimaaktionstag während der internationalen Klimakonferenz in Bali ein Appell an alle Regierungen sein, die Klimaschutzmaßnahmen weltweit zu verstärken. Zu der Demonstration hatten neben Campact viele Umweltorganisationen aufgerufen.

„Belagern Sie den Bundestag mit Ihren Argumenten gegen Gentechnik“, rufen wir die Bürgerinnen und Bürger zu einer argumentativen Belagerung des Bundestages auf. Im Januar, wenn im Parlament die Beratungen über das neue Gentechnik-Gesetz in die entscheidende Phase gehen, sollen auf möglichst vielen Großplakatflächen rund um den Bundestag die Argumente von Bürgerinnen und Bürgern gegen Gentechnik in der Landwirtschaft präsentiert werden. Insgesamt gehen 650 Vorschläge ein und durch zahlreiche Spender ist es uns möglich über 60 Großplakete rund um den Bundestag aufzustellen um die Abgeordneten mit den Argumenten gegen die Gentechnik in der Landwirtschaft zu konfrontieren. mehr